Als ich mich am 22. Dezember 2008 auf den Weg zurück nach Deutschland machte, ahnte ich noch nicht, welch denkwürdige Wendung mein Leben auf dieser Reise nehmen sollte. Das Geschehen, über welches ich hier berichten möchte, ereignete sich am Heathrow Flughafen in London. Unwissend und klein, zumindest aus meiner heutigen Sicht, wanderte ich durch das Flughafengebäude. Doch dann sah ich es: Das Objekt, das mein Leben auf immer verändern sollte, das mich für immer zu einem besseren, klügeren und… ähm… unangenehmeren Zeitgenossen machen sollte.
Die Rede ist vom Focus Magazine:
Wie sich der aufmerksame Leser ja schon denken kann, handelt es sich hierbei um ein sogenanntes populärwissenschaftliches Magazin. Pooulär bedeutet daber aber nicht, dass es schlecht ist, sondern einfach, dass es so geschrieben ist, dass auch ein Nomralsterblicher wie ich (haha, wenn ihr wüsstet…) den Stoff verstehen kann. Meine Lieblingssektion in dem Heft ist Question and Answer. Man kann Fragen, deren Antwort einen schon immer interessiert hat, an das Magazin senden und Wissenschaftler setzen sich dann mit diesen auseinander. Nicht, dass ich das schon mal gemacht hätte, aber es sind eben genau solche Fragen, die man sich im Alltag immer mal wieder stellt und auf die man keine Antwort hat. Aber wenn man sie hat! Haha! Ich sage euch… Klugscheißen ohne Ende.
Hier ein paar nette Beispiele:
Are we in control of our actions?
We’d all like to think we dictate the things we do by exercising our conscious will, but do we? For centuries philosophers have debated free will, arguing over its role in establishing morals and laws. But then neuroscientists and psychologists got in on the act with disturbing results. By studying brain activity in people performing simple tasky, they have found evidence that free will may just be a comforting illusion.
In a series of experiments performed in the 1970s, the American neurologist Dr Benjamin Libet found that even brain activity associated with something as simple as finger movements appears over half a second before the subjects become conscious of ‘deciding’ to act.
More recently, sociologist Professor Daniel Wegner of Havard University has shown our brains can create the illusion of having taken a conscious decision to do something over which we actually exercised no control. For example, people who watch another person’s arm moving don’t feel the arms belong to them. But when they watch again, while also listening to a recording that predicts each movement before they see it, they then feel that these arms are under their control – because they know what to expect from ‘their’ arms.
Beunruhigend.
Are there homosexual animals?
Homosexual behaviour has been observed in at least 1500 different animal species. In fact, no species has actually been demonstrated to show no incidence of homosexual behaviour at all, apart from those that don’t actually have sex. And it’s not just about sexual gratification: male penguins have been shown to mate for life and build nests together, even using a stone as a surrogate egg.
Die Armen…
Are any bacteria visible to the naked eye?
Yes. Most bacteria are to small to be seen without a microscope, but in 1999 scientists working off the coast of Namibia discovered a bacterium called Thiomargarita namibiensis (sulfur pearl of Namibia) whose individual cells can grow up to 0.75mm wide. Its cimparatively huge size is due to a hydrogen sulfide-filled gaseous cavity, which causes it to blow up like a balloon.
Interessant. Frage mich, ob es auch ein Geräusch macht, wenn man es zum Platzen bringt
So, das reicht jetzt erst mal für heute an Klugscheißerei. Mehr Infos unter BBC Focus.

Das mit dem freien Willen ist noch vollständig recherchiert. Wenn die Aufgabe die komplizierter wird als nur den Finger oder Arm zu bewegen, dann gibt es keinen Zeitunterschied mehr.
Vorsicht. Der Versuch ist deutlich komplizierter, als nur einen Arm bewegen. Er arbeitet nämlich mit einer Art Aberglaube-Paradigma. Man kann gar nichts beeinflussen, glaubt es aber.
Dass es noch keine Ergebnisse für komplexere Aufgaben gibt, könnte einfach daran liegen, dass man noch keinen guten Weg gefunden hat, das mit komplexen Aufgaben umzusetzen. Ist zwar ein gern gebrauchtes Totschlagargument, heißt aber noch gar nix.